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Ekki Thannheuser Artikles

Ekki Thannheuser
284 mal gelesen
vor 5 Monaten

Amateurboxen in Berlin Tempelhof

Izzet Mafratoglu – IsiGym Boxsport Boxverein Berlin e.V.

Ich bin seit November vergangenen Jahres im IsiGym Boxverein. Vorher hatte ich noch nie etwas mit Boxen zu tun gehabt – und dass ich Mitglied wurde ist eher dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass ich umgezogen bin und beim Erkunden meiner neuen Hood auf den Verein gestoßen bin.

Das Flair ist sehr eigen. Die Trainingsgeräte wirken eher veraltet. Das Klientel setzt sich aus überwiegend gebrochen Deutsch sprechenden zusammen, … Doch genau das macht für mich den Reiz aus! Man betritt die heiligen Boxhallen und fühlt sich in die guten alten Zeiten versetzt in denen bereits Rocky Balboa trainierte – der Boxsack quietscht, beim Auftreten im Ring staubt es, das Duschwasser ist meist eher kalt, manchmal auch sehr kalt – aus den Boxen scheppert „Eye oft he Tiger“, eigentlich immer. Außer jemand hat vergessen auf Auto-Repeat zu stellen.

Ich gebe zu: Für meine Profi-Boxkarriere habe ich wohl zu spät damit angefangen – denn jedes Klischee stimmt: Boxen ist nicht stupides Draufgekloppe, nein: Die Beinarbeit ist das schwierigste daran! Und wehe dem, der erst als Erwachsener versucht die Schritte zu verinnerlichen… Ich freue mich über die kleinen FortSCHRITTE und klopfe mir innerlich selbst auf die Schulter, wenn mein Trainer (ein ehemaliger Profiboxer des Weltergewichts mit Jugoslawischen Wurzeln) mal NICHT schimpft über meine schreckliche Boxhaltung, oder dass meine Beine nicht locker genug sind, oder oder oder…

Das ist jedoch kein Problem: Ich habe meinen Platz in der Amateur-Boxgruppe gefunden. Oder sagen wir: ich habe ihn mir erkämpft. Nicht dass es unmöglich wäre in dem Club Fuß zu fassen, doch wird es einem nicht unbedingt einfach gemacht sich in die bestehenden Gruppenordnungen zu integrieren. Doch hat man erst das Wohlwollen der Boxer gewonnen (z.B. indem man mit jedem von ihnen mind. 1x im Ring stand – für eine Runde „lockeres“ räusper Sparring z.B. – und man dies einigermaßen unbeschadet durchgebracht hat, oder indem man egal bei welchem Wetter, egal wie spät man aus der Arbeit rauskommt, egal wie fit oder k.o. man VOR dem Training bereits ist… ankommt, jedes Training mitmacht – auch die Liegestütze am Ende, obwohl einem bereits alles schmerzt..) – ja DANN bekommt man den begehrten Mitgliedsausweis, DANN begrüßt man Dich mit Handschlag, DANN bist Du ein echter Boxer – mit dem Auge des Tigers.

Link zum Verein:
http://www.boxverein-berlin.de/

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Kommentare

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Am 16.07.2010 um 18:24 schrieb Gerald Kittel
Hi Ekki! Cooler Bericht.
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